Seit nunmehr einigen Monaten beherrscht das Thema Covid-19 das weltweite Geschehen – einstweilen ist auch noch kein Ende in Sicht.

Natürlich war irgendwo auch abzusehen, dass die Thematik gesellschaftliche aber auch politische Diskussionen nach sich zieht und zum Teil absurde Züge annimmt.

Immer mehr und immer öfter werden kritische Stimmen laut, die das Pandemie Geschehen hinterfragen.

Hätte man die Pandemie vermeiden können?

Wenn man einfach mal zurück in die weltgeschichtliche Vergangenheit schaut und nicht nur die Menschheit, sondern alle uns bekannten Lebensformen im Blick behält, sind Pandemien oder andere weltumspannende Ereignisse weder vermeidbar, noch aufzuhalten, so denn es nichts gibt, dass die Ursache bekämpfen kann.

Wenn wir uns dabei an greifbaren, weltlichen Beispielen halten, so hatte die Menschheit bereits Pandemien in weit schrecklicherem Ausmaß erleben und überleben müssen (Pest, spanische Grippe etc.). Eines haben alle Pandemien gemein – sie breiten sich anfangs unerkannt und wenig ernstgenommen aus und erreichen erst ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, wenn große Massen betroffen sind. Dabei spielt der zeitliche Ablauf noch nicht mal eine so große Rolle. Ob es Tage/Wochen, wie bei der aktuellen Pandemie waren oder Monate/Jahre, wie bei der Pest.

Schaut man sich die aktuelle Pandemie an, so entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass wir Menschen offensichtlich nicht in der Lage sind, solche Gefahren im Blick zu behalten. Naiv glauben wir, je technisierter, industrialisierter wir sind, je sicherer wären wir. Der Aberwitz ist, seit dem es Menschen gibt, verfügen wir über eine blühende Fantasie, in der wir uns die extremsten Weltuntergangsszenarien ausmalen und doch halten wir uns für überheblich genug, zu glauben, alles im Griff oder für alles eine Lösung zu haben.

Ist die Pandemie hausgemacht?

Genaugenommen ist aber eigentlich genau das Gegenteil der Fall. Wir vergessen dabei nämlich immer wieder gerne, dass solche Pandemien oder andere Katastrophen vor keinem Staatssystem, vor keiner gesellschaftlichen- oder sozialen Schicht Halt machen. Eine Pandemie ist weder mit Worten, noch mit Waffen zu beeindrucken – sie kommt und geht, wann es ihr beliebt. Mit unserer ignoranten und teils naiven Einstellung, unangreifbar zu sein, machen wir es einer Pandemieausbreitung eher noch einfacher und eine zunehmende Globalisierung lässt das pandemische Geschehen nur noch schneller ablaufen.

Es ist also vollkommen egal, ob die Pandemie künstlich geschaffen oder als reine Laune der Natur über uns her rollt. Wir selbst verstehen es glänzend, durch unsere Unfähigkeit, die Situation zu ignorieren und damit zu potenzieren.

Ist eine Pandemie also wenigstens beherrschbar?

NEIN, so lange wir Menschen dazu neigen, in Gesellschaften zu leben, so lange wir Menschen das Bedürfnis haben Gruppen zu bilden, werden Pandemien zu unserem Leben gehören. Und so lange der Mensch seine arrogante Einstellung beibehält, er sei die Krönung der Schöpfung, solange wir mehr damit beschäftigt sind uns gegenseitig aufgrund von Rasse, Religion, Politik und Weltanschauung zu bekämpfen, so lange werden wir so etwas banales, wie einen Virus niemals völlig in den Griff bekommen, geschweige denn einen Weg finden uns davor dauerhaft zu schützen.

Weltverschwörungstheorien

Hieran schließt sich dann auch sogleich die weltverschwörerische Frage, ob die Pandemie mit bösen Absichten künstlich geschaffen oder dessen Präsenz von Gruppierungen gleich welcher Art genutzt wird, um deren Ziele voranzutreiben.

Keiner von uns „normalen“ Menschen wird diese Frage wirklich beantworten können. Angesichts der Tatsache, dass Menschen in der Vergangenheit aber auch Gegenwart bereit waren und noch immer sind, ganze Rassen mit perfiden Waffen, biologischer, chemischer und nuklearer Natur auszurotten, macht es natürlich nicht leichter den Fokus von solchen Fragen abzulenken. Auch fällt es angesichts dieser Fakten schwer, eine solche Frage mit der Gegenfrage zu entkräften, welcher normale Mensch etwas davon hätte, die gesamte Menschheit mit einer solchen Pandemie in die Knie zu zwingen. Leider zeigt die Vergangenheit immer wieder Beispiele, dass es sogar einzelne Menschen schaffen, ganze Massen von den absurdesten und perfidesten Aktionen zu überzeugen.

Doch wenn man ehrlich ist, spiegelt diese Fragestellung doch auch wieder nur eine ganze andere Problematik wieder – wir Menschen denken noch immer in egoistischen, naiven Schubladen und sind selten bereit unsere Komfortzone zu verlassen – wir portieren unsere Probleme gern auf andere Menschen, Ereignisse, religiöse oder natürliche Gegebenheiten. Wir glauben tatsächlich, wenn wir nur lang genug die Augen und Ohren verschließen, löst sich das Problem von selbst – dass wir selbst das Problem sind oder es durch unser Handeln verschlimmern, wollen wir entweder nicht wahr haben oder wir versuchen die Schuld eben nur von uns zu weisen.

Letztlich ist dies das Grundproblem all unserer weltlichen Probleme, egal ob Pandemie, Umwelt, Hunger etc.!

Nun wird sich der eine oder andere denken „schlaue und hochtrabende Worte, die ihr da von Euch gebt – wenn ihr doch glaubt, den Grund für diese Problematik zu kennen, dann wisst ihr doch sicherlich auch die Lösung!“.

Nein, denn unsere Sicht ist nur EINE von vielen. Ferner hat niemand behauptet, dass wir uns deshalb als Besser-Menschen sehen, denn wir haben den selben Entwicklungsstand, wie alle anderen Milliarden Menschen auf diesem Planet und neigen zu den selben Unarten, wie alle anderen auch. Jeder auf seinem Gebiet und auf seine persönliche Weise.

Eine Aussicht

Wir sind jedoch der Überzeugung, dass wir Menschen irgendwann in der Lage sein werden, unsere Schwächen zu unseren Stärken zu machen – bis dahin werden wir lernen müssen, mit Dingen, wie einem dämlichen Virus zu leben, statt ihn und seine schiere Existenz aufgrund von politischen und gesellschaftlichen, sowie persönlichen Ansichten infrage zustellen. Schaffen wir dies nicht, werden wir selbst irgendwann in naher oder ferner Zukunft unsere Existent selbst beenden.

Sollten wir also Diskussionen darüber führen, ob jemand wirklich vor hatte, die gesamte Weltwirtschaft in die Knie zu zwingen? Sollten wir wirklich darüber nachdenken, ob bestimmte Gruppierungen den Virus gefährlicher darstellen, als er ist, um die Situation für seine persönlichen Belange auszunutzen? Das mag für den Leser vielleicht absurd sein, aber ja – Diskussionen dieser Art müssen erlaubt sein, so lange es tatsächlich Menschen oder gar ganze Gruppierungen gibt, denen so etwas grundsätzlich zuzutrauen ist.

Eines sollten wir dabei jedoch nicht außer Acht lassen – der Virus ist da und er löst eine Krankheit aus, die Menschen tötet – quer durch alle Rasse-/Religions-/ und Politikgemeinschaften.

Ein weiterer Fakt steht auch fest – dies wird nicht die letzte Pandemie oder die letzte globale Katastrophe gewesen sein – die Frage ist also nicht ob, sondern wann wieder eine kommen kann.

Und ganz pauschal gesehen, so denn wir irgendwann in der Lage sind, nicht nur kritische Fragen zu stellen, sondern auch in der Lage sind, Lösungen zu bieten, ohne neue Probleme zu schaffen, werden wir als Menschheit in der Lage sein, eine Fülle an Problemen zu lösen.

Es sind diese Momente, die uns aufzeigen sollten, wie oldschool Schubladendenken ist. So lange es religiös-, politisch- und ganz allgemein gesellschaftlich geprägten Fanatismus gibt, egal ob sichtbar oder unsichtbar – so lange werden die Menschen mehr mit sich selbst, als den gemeinschaftlichen Problemen beschäftigt sein. So lange der Mensch als Spezies nicht an sich selbst glaubt, ohne dabei in Egoismus und Überheblichkeit zu verfallen und dabei sein Umfeld aus dem Auge zu verlieren, so lange werden wir immer wieder Ereignisse erleben, die uns den Boden unter den Füssen wegziehen.

An dieser Stelle beenden wir aber vorerst unsere doch recht philosophische Abhandlung.

Das Projekt und die Pandemie

Unser Projekt vereint Menschen aus verschiedenen, sozialen Schichten und Bildungsständen, mit teils sehr unterschiedlichen Grundansichten. Auch wir stehen täglich vor der Herausforderung, gemeinschaftlich Lösungen für Probleme zu finden, mit denen alle Beteiligten leben können. Das ist nicht immer einfach, jedoch machbar, denn eines eint uns – wir sind eine freiwillige Vereinigung. Niemand ist gezwungen, Teil dieser kleine Gemeinschaft zu sein daher haben alle den gleichen Antrieb, gemeinschaftliche Lösungen zu finden, obgleich auch wir Regeln für ein Miteinander aufstellen müssen.

Auch bei uns wird intern oft über Sinn und Unsinn der offiziellen Covid-19 Maßnahmen diskutiert – dem einen sind sie nicht streng genug, dem anderen gehen sie zu weit. Wieder andere sind der Meinung die Prioritäten sollten anders gelagert sein. Doch bei einem sind wir uns alle einig – es gibt ein Problem und niemand stell infrage, dass von diesem eine potenzielle, gesundheitliche Gefahr ausgeht.

Uns hat weder ein Staats-/Rechtssystem noch eine Religion oder sonst irgendeine Weltanschauung dazu veranlasst, das Projekt zu schließen und nun wieder vorsichtig zu öffnen, sondern unser Mitgefühl, Verständnis und die Sorge um unsere Mitmenschen. Ist die potenzielle, gesundheitliche Gefahr auch noch so klein, sie wird IMMER über den Interessen unserer Hobbygemeinschaft stehen. Wirtschaftliche oder andere weltliche Interessen und Belange haben in einem solchen Moment keinen Vorrang mehr für uns.

Wir nennen das gesunden Menschenverstand und würden uns dies von allen wünschen.