+++ Achtung, die folgenden Worte sind freie Gedanken unseres privaten Hobby Projekts – sie erheben somit keinen Anspruch auf Korrektheit oder fundiertes, wissenschaftliches Wissen. Ebenso sollen sie nicht als Unterstützung für irgendwelche wilden Theorien dienen, sondern nur unsere Eindrücke rund um das Pandemiegeschehen wiedergeben! +++

Hollywood hätte keine bessere Story erfinden können…

Wir schreiben das Jahr 2019 und befinden uns inmitten von Vorbereitungen auf den Dekadenwechsel, denn die zweite Dekade des 21. Jahrhunderts endet in nur wenigen Tagen. Die allabendlichen Nachrichten berichten wie immer vom täglichen, nahezu belanglosen Weltgeschehen, den Wetterkapriolen und beiläufig von einem in China neu entdeckten Virus, der der Hühnergrippe ähneln soll.

Wen interessiert das, angesichts der Tatsache, dass der Virus nicht nur weit weg ist, sondern bereits die Hühnergrippe nur kurzweilig für Aufsehen sorgte.

Was keiner zu diesem Zeitpunkt ahnte – Silvester 2019 sollte zugleich die letzte, große Feier sein, die noch gemeinsam mit Familie und Freunden an einem Tisch vollzogen werden konnte…

Bis in den Februar hinein war dieser Virus immer mal wieder Thema in den Nachrichten, doch so richtig Gehör hatte dem kaum jemand geschenkt. War ja eben nicht das erste Mal.

Im März dann plötzlich die Info „der Virus ist in Deutschland“ und ergänzt wurde die Info mit einer weiteren Info, nämlich dass der Virus eine gefährliche Folgeerkrankung auslöst, die tödlich enden kann. Diese Worte fielen, während vollmaskierte Rettungskräfte gezeigt wurden, die Rettungswagen fuhren, welche unter Polizeischutz standen.

berufsbedinge Auslandsrückkehrer einer bekannten deutschen Autoteile Firma hatten sich offensichtlich in China mit dem Virus angesteckt. Man habe alles im Griff und die Situation unter Kontrolle hieß es. Die Bilder waren beängstigend und verstörend aber letztlich auch nur kurzweilig, denn man hatte ja alles im Griff, wie es schien.

Dann kam der Straßenkarneval und plötzlich eskalierte die Situation… Innerhalb von Tagen berichteten die Nachrichten fast nur noch von dem neuartigen Virus. Corona war plötzlich in aller Munde. Sämtliche Industrieländer meldeten Corona Fälle – man war um Eingrenzung bemüht, doch Tag für Tag taten sich neue Herde auf und die Zahlen stiegen rasant. In Deutschland wurde gleich eine ganze Ortschaft unter Quarantäne gestellt, weil man nicht mehr wusste, wie man das Problem anders in den Griff kriegen sollte.

Dann kam, was kommen musste. Innerhalb kürzester Zeit überschlugen sich die Ereignisse. Die Grenzen wurden nach und nach geschlossen – in der EU ein echter Ausnahmezustand! Erste Länder meldeten überlastete Gesundheitssysteme, aus Italien sah man plötzlich Bilder, wie in schlechten Hollywood Filmen, wo hoch infektiöse Tote nachts von der Armee in Kolonen aus den Städten gefahren wurden. Weinende, hilflose und kopflose Angehörige, die vor Krankenhäusern stehen und nicht begreifen können, was da passiert.

Dann fährt nach und nach Land für Land das komplette, öffentliche Leben herunter. Menschen fangen an, Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs zu bunkern, Ein Land nach dem anderen lässt Geschäfte schließen, Schulen und Kindergärten schließen, Ausgangssperren werden verhängt. Jetzt merkte wirklich jeder, die Welt steckt in einer globalen Krise, die uns als Menschen unmittelbar um Leib und Leben fürchten lässt…

Man könnte meinen, wenn wir jetzt nicht endlich wach werden und als Menschheit versuchen, das Problem gemeinsam zu lösen, wann dann. Doch was passiert? Die Urinstinkte der Menschen werden wach, jeder ist sich selbst der Nächste. Nur wenige denken auch an andere Mitmenschen. Ob es einzelne Individuen oder ganze Nationen sind. Es beginnt ein Wetteifern, wer denn schneller einen Impfstoff findet. Und überhaupt hätte man denken können, sowohl auf nationaler, als auch internationaler Ebene werden aus den immer wieder kehrenden Maßnahmen regelrechte Wettkämpfe veranstaltet.

Heute, im Sommer 2021, dem nunmehr zweiten Jahr der Pandemie machen die meisten Länder große Fortschritte, denn was sonst Jahrzehnte dauert – neue Impfstoffe entwickeln – ging diesmal in nur einigen Monaten. Wie schön wäre es doch, wenn wir Menschen aus so etwas lernen würden und alle daran teilhaben lassen würden, doch die Dritte Welt Länder bekommen wieder nur ein Gnadenbrot.

Die Quittung auf dieses Verhalten erfolgte auch umgehend – diese Länder sind der Nährboden für Mutationen des Virus. Noch sollen die Impfstoffe dagegen helfen, doch wenn wir so langsam aber sicher nicht lernen, dass ein solches Geschehen uns alle angeht und wir auch alle mit ins Boot holen müssen – der Kontostand nicht darüber entscheiden darf, ob man sich Immunität leisten kann, werden wir solche Probleme niemals in den Griff bekommen.

Auch wenn es fast schon ein wenig zu ambitioniert ist, jetzt bereits ein Fazit zu ziehen, da der Virus weder besiegt, noch stabil im Griff ist, so zeigt sich doch bereits jetzt, nach mehreren Lockdowns und erneuten Lockerungen, dass die Mehrheit noch immer nichts gelernt hat.

Um nur ein Beispiel zu nennen. Die Bildung ist das höchste Gut, dass man als Staat seinen Bürgern anbieten kann. Auf Bildung fußt das Grundwesen eines modernen, liberal-demokratischen Staates. Doch auch nach nunmehr bald 2 Jahren Pandemie gibt es noch immer Gremien in diesem Land, die der Meinung sind, Luftreiniger mit Hepa Filter für Schulen seien zu teuer und ineffektiv, umgekehrt werden aber etliche Milliarden in Programme gesteckt, die den Pizza Bäcker nebenan am Leben erhalten soll, obgleich er schon vor der Pandemie kurz vor dem Aus stand.

Auch hat uns die Pandemie eindeutig gezeigt, wie labil unser eigentlich doch gut gemeintes und sozial durchdachtes Gesundheitssystem ist. Dass das auf Dauer nicht gut gehen kann, eine gesetzliche Krankenversicherung anzubieten, das Gesundheitssystem selbst jedoch nahezu vollständig zu privatisieren. Staatliche Kliniken gibt es faktisch nicht mehr. All diese Bereiche sind der Wirtschaftlichkeit unterstellt. Gesundheit und Wirtschaftlichkeit sind aber nicht unbedingt die besten Partner.

Das hat zur Folge, dass angesehene Fachleute selbst in der Pandemie davon reden, dass wir noch zu viele Krankenhäuser hätten. In einer Zeit, wo weder genug Personal noch Infrastruktur für die Pandemie und zeitgleich den Normalbetrieb existierte. Stattdessen beschäftigen wir uns lieber mit Banalitäten, wie der Diversität in unserer Muttersprache, oder doch lieber Vatersprache? Oder keines von beiden?

Unser bisheriges Fazit ist enttäuschend. Wir scheinen nach jetzigem Stand vorsichtig ausgedrückt, einen Weg zu finden, mit dem Virus zu leben. Böse gesagt möchte man fast schon sagen „leider“, denn offensichtlich hat das noch immer nicht gereicht, nicht irgendwann sondern jetzt und sofort in vielen Bereichen unverzüglich gegenzusteuern. Genau jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, Dinge zu ändern und zwar endgültig.

Nun möchte man meinen, diese Thematik und vor allem das politisch geprägte Fazit hat auf der Homepage eines Hobby Projekts, wie dem unseren, nichts zu suchen.

FALSCH. Wir sehen unser Projekt als Querschnitt unserer Gesellschaft und auch wir können und wollen uns vor der Thematik nicht verschließen. Wir sind unterschiedlich alt, haben die unterschiedlichsten Bildungswege, auch unsere Ansichten könnten teilweise nicht kontrastreicher sein und dennoch sind wir in der Lage respektvoll und zielgerichtet miteinander umzugehen.

Wir wünschen uns sehr, dass die auch wieder vermehrt auf nationaler und globaler Ebene stattfindet. Wir distanzieren uns von dem Urmensch Gehabe „wer nur bedrohlich und fest genug mit der Keule schwingen und zuschlagen kann, wird sich durchsetzen“.

Ihr lieben Hobbyfreunde, haltet durch, schaltet Euren gesunden Menschenverstand ein, statt auf irgendwelche unwirklichen Versprechen einerseits, und auf irgendwelche kruden Verschwörungstheorien anderseits zu hören. Denkt lieber mehr an das große, Ganze und wie wir global gesehen miteinander umgehen wollen, um mit solchen Ereignissen zukünftig besser klar zu kommen.

Bleibt gesund 😉 Euer Team vom CBM Museum Wuppertal