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Konsolen & Computer Module / Cardridges Probleme

Sie haben auch nur eine einzige oder ähnliche, der oben abgebildeten Konsolen Cardridges und wundern sich, warum diese kaum oder plötzlich gar nicht mehr läuft? Dann lesen Sie hier weiter, denn meistens ist dieses Problem in wenigen Schritten behoben.

Kennen Sie das Problem? Sie haben eine Spielekonsole, in die noch sogenannte Module oder auch Cardridge genannt, hinein gesteckt werden? Sie besitzen einen VC20, C64 o.ä. und der Computer liesst einfach keine der Software Module mehr?

Dies ist meistens ein ganz banales Kontaktproblem, welches sich in den meisten fällen in etwa 5 - 10 Minuten wieder beheben lässt! Wichtig sind auch hier, wie bei allen Spezialreinigungen, das richtige Reinigungsmaterial. Wenn Sie kein Hobbiebastler, aber leidenschaftlicher Konsolen Sammler sind, gehören die unten abgebildeten Reiniger von nun an zu Ihrer Grundausstattung.

Diese Reiniger können Sie bei diversen Elektronik Versanshäusern oder bei einer namhaften Elektronikkette käuflich erwerben. Der Dosenpreis liegt in etwa bei 4 - 8 Euro je nach Größe, Hersteller und Anbieter.

Spezial Elektronikreinger von Teslanol



Das Modul und der Schacht

Ein Modul ist erst einmal nichts anderes, als eine verkleidete Platine mit einem einseitigen, oder doppelseitigen Kontaktstreifen, auf denen sich vergoldete Kontakte befinden, ähnlich wie bei einer Ihrer Erweiterungskarten in Ihrem PC. Der Schacht am jeweiligen Gerät hingegen ist im Grunde nichts anderes wie einer Ihrer Steckplätze in Ihrem Computer (PCI,AGP etc.). Beides funktioniert nach dem selben Prinzip.

Warum jedoch Ihre Grafikkarte beispielsweise weniger Probleme macht, als ein Spielemodul liegt einfach darin begründet, dass die Grafikkarte, einmal eingesteckt, in ihrer Position verbleibt. Ein Modul hingegen wird immer nur bei Bedarf eingesteckt, die überwiegende Zeit liegen die Kontakte also frei. Darüber hinaus sind Module damit natürlich auch einer wesentlich stärkeren, physikalischen Belastung ausgesetzt, als Erweiterungskarten in einem PC, denn das ständige reinstecken und rausziehen bedeuten für Modul und Schacht natürlich eine hohe Beanspruchung, daher sind Module auch mit einer wesentlich dickeren Platine ausgestattet, als die einer Grafikkarte.

Kontakte eines Nintendo Game Boy Moduls



Modulschacht eines C64



Eines oder mehrere Module machen Probleme!?

Dann liegt es mit großer Wahrscheinlichkeit daran, dass die Kontakte des Moduls oder die, des Modulschachts im jeweiligen Gerät, schlicht weg verdreckt sind. Mit verdreckt ist nicht zwangsläufig dicker Dreck im engeren Sinn gemeint, sondern viel mehr Ablagerungen, wie Sie auch auf Silber und anderen Edelmetallen zu finden sind, wenn Sie ohne permanentes Reinigen, längere Zeit den Umwelteinflüssen ausgesetzt sind.

Feuchte Luft, Dreckpartikel, gepaart mit Nikotin oder ähnlichen Einwirkungen, vervollständigen diesen Effekt und lassen die Kontakte regelrecht "erblinden".

Die Reinigung

Die Reinigung der Kontakte gestaltet sich bei den Modulen recht einfach. Erst sprüht man die Kontakte mit den oben abgebildeten Reinigern ein und wischt dann mit einem Wattestäbchen unter vorsichtigem Druck nach. Wenn möglich, kann man dies auch mit einer alten Zahnbürste machen. Tabu sind jedoch harte und spitze Gegenstände. Diese würden die Kontakte beschädigen oder sogar komplett unbrauchbar machen. Helfen Sie also bitte nicht mit Schrauebenziehern oder ähnlichem nach.

Bei den Modulschächten gestaltet sich die Reinigung schon etwas schwieriger. In den meisten Fällen, wie bei den Nintendo und Sega Konsolen, sind die Modulschächte versteckt oder so tief gelagert, dass man hier nicht mit einer Zahnbürste oder einem Wattestäbchen heran kommt. Darüber hinaus würden die Plastikkanten des Modulschachts die Watte am Wattestäbchen nur abreissen und hängen bleiben.
Hier können Sie nur die Schächte mit den reinigern und den daran befindlichen mini Schläuchen einsprühen und unter mehrmaligem rein und raus ziehen eines Moduls die Kontakte wieder frei reiben. Sollten Sie die Möglichkeit besitzen Ihre Konsole zu öffnen, um näher an den Modulschacht zu kommen, so machen Sie dies ruhig.

Bei den meisten Modulen und Schächten reicht ein ausgiebiger Durchgang, manchmal erfordert es aber auch mehrere Durchgänge. Dies merken Sie selbst am besten, wie gut die Module nachher erkannt werden.

Auch an dieser Stelle sei noch einmal gesagt, dass Sie nur Reiniger benutzen sollten, die speziell für die Elektronik gedacht sind. Verwenden Sie bitte weder Glasreiniger oder andere Reiniger aus dem Haushaltsbereich. Sie enthalten Wasser, Bleichmittel und andere Substanzen, die anfänglich zwar eine reinigende Wirkung haben mögen, letztlich aber durch die anderen Bestandteile längerfristig richtige Zerstörungen und vor allem auch Kurzschlüsse verursachen können. Auch das viel geliebte Silikon Spray ist hier Fehl am Platz. Dies ist kein Reiniger sondern ein Kriechöl auf Silikom Basis. Dies hat in der Elektronik NICHTS zu suchen!!!

Die speziellen Elektronik Reiniger sind nicht leitend und speziell für diesen Bereich vorgesehen. Sie besitzen keinerlei Bestandteile, die die Elektronik angreifen. Ebenso ist kein vollständiges entfernen des Reinigers nötig. Gerade das Oszillin Spray hinterlässt eine Art Film, der aber gewollt ist und keinerlei nachteiligen Effekt hat. Es reicht wenn Sie eventuelle Rückstände vom Gehäuse entfernen.

Anmerkung für C64, VC20, Amiga 600 etc. Besitzer

Die "Stecktechnik" ist bei den 8 Bit Geräten der Firma Commodore auch im Bereich anderer externer Geräte verbreitet, ebenso auch die Zorro Steckplätze beim Amiga, im speziellen auch die Erweiterungssteckplätze beim Amiga 600 und 1200.

Hier sind nach etwa 20 Jahren zum Teil ähnliche Probleme, wie bei den Modulen und Cardridges zu erwarten und werden auf dem selben Weg behandelt, wie oben beschrieben. Einziger Unterschied: Die meisten dieser Erweiterungen und zusätzlichen Geräteverbindungen sind weitaus einfacher zu reinigen, da zugänglicher, als die Module. Haben Sie also eine Turbokarte für einen Amiga 1200 oder eine Datassette für Ihren C64, die mit einem Steckkontakt verbunden werden, sind diese bei auftretenden Fehlern, ebenso zu reinigen.

Prinzipiell sollte man alles, was mit mechanischen Kontakten zu tun hat, immer wieder mal auf Korodierungen und Verschleiß überprüfen. Meistens sind hier mit einer ordentlichen Reinigung, der Großteil Probleme behoben. Schon ein nicht mehr richtig in seinem Sockel sitzendes IC in einem Amiga kann dazu führen, dass das Gerät nicht mehr funktioniert, deshalb aber nicht gleich Defekt ist.

Bei Repearaturanfragen und Hilfen beraten und helfen auch wir gern!!!

Anfragen bitte an:
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